July 29, 2021, Thursday, 209

Sommerschule 2021

Aus Commons Sommerschule

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Inhaltsverzeichnis

Siebte deutschsprachige Commons Sommerschule

Wann: Samstag, den 19.06.2021 - Samstag, den 26. 06. 2021

Wo: KulturNaturhof Bechstedt

Die Kontakte

Fragen zur Logistik vor Ort, Mitteilungen über Probleme mit der Anreise am besten mit Burkhardt besprechen: 0177-6027158

Fragen zum Programm, Information bei Last-Minute-Anreiseproblemen mit Sarah: 015123276776

Der Rahmen

Wie können wir uns angesichts der vielfältigen Krisen orientieren? Wie resilienter wirtschaften? Zahlreiche Commons-Initiativen liefern hier wichtige Hinweise: Von Solidarischen Landwirtschaften bis P2P Carsharing, von Leihläden bis Open Source Soft- und Hardware, vom Mietshäusersyndikat bis zu den Initiativen, die Land freikaufen und Formen beziehungshaften Habens entwickeln. Sie bieten wichtige Orientierungspunkte. Wir nutzen sie, um den Blick aufs Problematische zu verlassen und uns in Lösungen zu suhlen – dabei fair miteinander umzugehen und lebendiger im Jetzt zu stehen. Commoning ist Zukunftskunst und doch so alt wie die Menschheit. Ist Commoning, mit Blick auf Klimagerechtigkeit, eine Lebens- und Wirtschaftsform, die den „Crashtest für Utopien“ bestehen kann? Wirken Commons pandemiepräventiv? Was tragen sie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei? Unter anderem diesen Fragen wollen wir in diesem Jahr Raum geben, weil sie bislang schmerzhaft unbeantwortet bleiben. Zudem stehen die brennenden Fragen der Teilnehmer:innen im Zentrum dieser Sommerschule.

Die Arbeitsweise

Der Commons-Idee werden wir von verschiedenen Seiten und methodisch vielfältig auf den Grund gehen.

Begrifflich: Wir unterscheiden drei Dimensionen der Commons: die soziale, im Umgang miteinander. Die politisch-institutionelle, um komplexe Formen von Selbstorganisation zu gestalten. Die ökonomische, um sich der Verwertungslogik zu entziehen. Wir wollen diese Dimensionen ergründen. Und wir wollen erkennen, wo wir unbewusst auf Denkmuster zurückgreifen, die dem freien Denken im Weg stehen.

Aus der Praxis heraus: Teilnehmer:innen berichten aus der eigenen Praxis, tauschen sich aus und reflektieren ihre Herangehensweisen. Der Open Space wird Gelegenheit geben, sich intensiver mit Fragen auseinanderzusetzen, die die Einzelnen bewegen.

Körperlich erfahrbar: Wir experimentieren mit künstlerischen Räumen, laden das Spiel und die Intuition ein, forschen mit Körperintelligenz und Nichtwissen. Wir möchten einen geschützten Raum schaffen, in dem nicht sofort die vermeintliche Realobremse zuschlägt. Und wir genießen den Ort, den Garten, die Natur der Umgebung, die auf ihre Weise die Sommerschule zu einem Raum des Gemeinsamen machen.

Diese drei Herangehensweisen verweben wir zu einem vielschichtig reflektierten Bild.

Das Besondere dieser Sommerschule

Diese Sommerschule ist anders, denn wir experimentieren: erstens werden wir die Expertisen und Geschichten der Teilnehmenden stärker miteinbeziehen und zweitens werden wir gemeinsam mehr Verantwortung als bisher für unsere Alltagsorganisation am Kultur-Natur-Hof Bechstedt übernehmen. So wird die Commons-Sommerschule noch mehr gelebtes Commoning. Das bedeutet, dass wir alle Beteiligten bitten, mit uns für den wundervollen Sommerschulort Sorge zu tragen, sich für die Verknüpfung der je eigenen Interessen mit dem Gesamtprogramm einzusetzen und sensibel mit dem Thema der solidarischen Finanzierung umzugehen.

Das Programm

Mit Commoning Krisen begegnen und sich in Vielfalt gemeinsam ausrichten [LINK MIT PROGRAMMSTRUKTUR FOLGT]

Die Teilnehmer:innen

Auf Grund der vorhandenen Infrastruktur und der Corona-Situation ist die Zahl der TeilnehmerInnen auf 24 (inklusive Team) beschränkt. Wir sind sehr erleichtert, dass wir kaum jemanden aus der Gruppe von 2020 explizit ausladen mussten und sich die Dinge jetzt zu einer Art Punktlandung fügen. Hier im Wiki haben wir für jede Person eine Seite angelegt. Dort könnt Ihr Euch den anderen vorstellen. Einfach auf den eigenen Namen klicken und losschreiben. Hinweis: Dort, wo der Link blau ist, findet sich schon Text. Rote Links zeigen an, dass noch nichts geschrieben wurde. [1]

Die Anreise

Sehr wichtig ist uns eine Beteiligung am Gesamtprogramm [[2]]. Die Anreise erfolgt daher verbindlich bis spätestens am Samstag, den 19.06.2021 um 15 Uhr und die Abreise frühestens am Samstag, den 26.06.2021 um 14:30 Uhr. An beiden Samstagen gibt es wesentliche Programmbestandteile. Wer von sehr weit her kommt, kann auch am Freitag Abend schon anreisen und darf damit rechnen, in letzte Vorbereitungen einbezogen zu werden :-).

Mit der Bahn: Bechstedt hat einen eigenen Bahnhof! Nächste ICE-Bahnhöfe sind Erfurt bzw. Saalfeld. Von dort mit der Regionalbahn bis Rottenbach und dann noch eine Haltestelle mit der Schwarzatalbahn zum Haltepunkt Bechstedt-Trippstein. Von dort sind es ca 10 Minuten bis runter ins Dorf! Wer viel Gepäck hat, kann sich / das Gepäck abholen lassen (hier bitte Signal vorab).

Mit dem PKW: über die Autobahn A71, Abfahrt Ilmenau-Ost oder die A9, Abfahrt Triptis

Fahrgemeinschaften sind möglich. Hier könnte Ihr Euch selbst organisieren: [[3]] Bitte übermittelt Eure Ankunftszeiten und ggf. Gepäckabholungswunsch per mail an b.kolbmüller@t-online.de und Sarah.Ackerbauer@denkendetonne.de

Die Beiträge

Praktisch

  • siehe Hygienekonzept: Die Corona-TestsBescheinigungen bzw. Impfbestätigungen, 3 Selbsttests, Masken!
  • Neugier, gute Laune :-), die Bereitschaft zuzuhören und dich in einen gemeinsamen Prozess aktiv einzubringen.
  • Alles was Zusammenleben stiftet: z.B. Instrumente, Spielideen, gute Geschichten und Methodenvorschläge sowie …
  • ein kleiner kulinarischen Beitrag. Also etwas für‘s Frühstücksbuffet. Etwas, was Ihr erst vor Ort zusammenfügen könnt, etwas Süßes für die Kaffeetafel, ein stärkender Snack für die Wanderung oder etwas, was abends am Lagerfeuer die Runde macht. Ein besonderes Gewürz, ein regionale Spezialität. Werdet kreativ und keine Sorge: es wird immer für 24 Personen reichen. Inhaltlich/Biographisch

Sommerschul-Wiki-Vorstellung

Wenn Du hier angemeldet bist, kannst Du im diesem Wiki auch schreiben. Stelle Dich am besten jetzt den Anderen vor: [[4]]. Dann könnt auch Ihr endlich sehen, welch bemerkenswerte Gruppe sich in Bechstedt begegnen wird. Kennzeichne am Ende des Beitrags mit welchen konkreten Fragen, Themen, Projekten, Kenntnissen bzw. Erfahrungen mit Commons/ Commoning Du gern die Sommerschule bereichern möchtest. (Kann, kein Muss.) Grundsätzlich: Werde Dir einfach klar darüber, was Du unter Commons und Commoning verstehst und warum ist Dir das Thema wichtig? Dazu kannst Du gern ein Foto, ein Gedicht, ein oder mehrere Bücher, erzählende Gegenstände oder was auch immer mitbringen. Es gibt einen großen Tisch für Materialien und Bücher vor Ort.

Finanziell

Dass diese Commons-Sommerschule anders ist, zeigt sich auch an der Finanzierung: Wir erheben erstmals keine gestaffelten Teilnahmebeiträge vorab. Stattdessen wollen wir zum Abschluss der Sommerschule die gemeinsam erlebte Woche durch eine anonyme Beitragsrunde solidarisch finanzieren.

Eine Sockelfinanzierung von 2000,- Euro bekommen wir über das wunderbare nomadische Commons-Institut [commons-institut.org/]. Mit diesem Beitrag wird zuallererst der Hof abgesichert, der uns das alles möglich macht. Zudem nutzen wir das Geld zur Vorfinanzierung der Verpflegung. (Ihr braucht also nichts vorab überweisen wie im vergangenen Jahr.)

Warum klären wir die Beitragsfrage erst zum Abschluss und nicht am Anfang? Dann wissen wir umeinander. Dann wissen wir um den Wert der Sommerschule. Dann wird klar, dass es gut möglich ist, dass sich Menschen, die mit sehr wenig Geld leben, genauso wohl mit ihrem Beitrag fühlen wie jene, deren Teilnahme über die eigene Arbeitsstelle finanziert wird. Diese Mischung der Gruppe und das Prinzip der Freiwilligkeit werden für einen guten Ausgleich sorgen. Darauf vertrauen wir! Wir legen Wert auf Transparenz hinsichtlich aller für die Sommerschule direkt anfallenden Kosten und werden die Gesamtfinanzierung zum Diskussionsgegenstand machen. In diesem Zuge findet sich auch ein fairer Ausgleich zwischen jenen, die im Zelt übernachten und jenen, die ein Zimmer im Haus bekommen (für den Zeltplatz könnt Ihr mit 5 Euro/ Tag rechnen, für das Zimmer mit 20/Tag) – nur zur Orientierung.

Ihr wollt jetzt wissen, wieviel Ihr mitbringen sollt? Es empfiehlt sich nicht, dies in Bargeldbeträgen zu denken, aber bringt genug Bargeld mit, damit wir die Verpflegungsfrage und andere kleinere organisatorische Dinge rasch und unkompliziert vor Ort lösen können. Für alles Andere bieten wir Überweisungsmöglichkeiten nach der Sommerschule an.

Das Hygienekonzept

Wir haben am 04.Juni 2021 ein Hygienekonzept eingereicht und schon wenige Stunden später wurde es uns bestätigt. Es sieht vor, dass Ihr zur Anreise entweder einen negativen Corona-Test, eine doppelte Impfbescheinigung oder den Nachweis „Genesen“ mitbringt. Wir werden uns dies vor Ort von Euch per Unterschrift bestätigen lassen und brauchen so keine Einsicht in die Dokumente. Wir versuchen – wie immer auf der Sommerschule – so viel wie möglich draußen zu sein! Wenn das Wetter mitspielt, sind wir im Prinzip von früh bis spät draußen.

In Innenräumen gilt eine Abstandsregel und eine Maske soll getragen werden. Wir werden Möglichkeiten zur Händedesinfektion vor den Mahlzeiten und Desinfektion der Bäder zur Verfügung stellen. Prinzipiell gilt: Wir wollen es schön miteinander haben und klären gemeinsam, was es dafür braucht und wie wir in der Gruppe miteinander umgehen wollen. Dabei beachten wir die Bedürfnisse der Familie, die den Veranstaltungsort zu Verfügung stellt und für die Einhaltung eines Hygienekonzeptes Verantwortung trägt.


Die Verpflegung

Die Sache mit dem Essen ist so politisch wie alles Andere auch. Zu Beginn der Sommerschule werden wir diesen Punkt besprechen. Bislang haben wir es so gehalten „vorwiegend regionales, vegetarisches und selbst-zubereitetes Essen, vegane Optionen werden zur Verfügung stehen und auch ein thüringischer Grillabend mit Bratwürsten ist möglich“. Ob das so bleiben soll, werden wir zusammen herausfinden, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Sommerschule organisieren wir die gesamte Verpflegung selbst. Ein Grundbestand an nicht verderblichen Biolebensmitteln wird vorhanden sein. Zudem benötigen wir eine Essensplanung für die ersten Tage.

Kommuniziert bitte Bedürfnisse wie vegan, glutenfrei, Allergien an Sarah.ackerbauer@denkendetonne.de

Burkhardt unterstützt uns mit Einkäufen vor Ort. Ansonsten werden wir selbst planen, schnippeln, kochen, Unverträglichkeiten berücksichtigen, Frühstück, Mittag und Abendessen herrichten, abräumen, abwaschen usw. Entgegen unserer ursprünglichen Idee unterstützt uns dabei keine versierte Köchin, auch dies ist leider den Kürzungen der TN-Zahl zum Opfer gefallen.

Das Gute daran: Wir machen daraus ein Ereignis und den Prozess selbst zum Gegenstand der Sommerschule. Wir werden uns „in vielfältigen Verpflegungswünschen gemeinsam ausrichten“, die Verpflegungsplanung „Gemeinstimmig Entscheiden“ und zum Gelingen des Ganzen „Ohne Zwänge beitragen“. Nehmt uns beim Wort! Dabei ist uns sehr wichtig, dass Menschen nicht „aus dem Sommerschulprogramm fallen“, weil sie in der Küche stehen. Zu diesem Zweck nutzen wir unser Wiki, um das Kulinarische gut vorzubereiten. Essensplanung hier

Das Team

Durch die Sommerschule begleiten:

Silke Helfrich: selbständige Autorin, Aktivistin und Forscherin rund um das Thema Commons. Sie arbeitet in Deutschland und weltweit zu Fragen der alternativen Wirtschafts- und Gesellschaftsgestaltung, ist Mitglied des Commons-Institut e.V. und der Commons Strategies Group. Sie ist jüngst ins schöne BaWü gezogen, hat zwei erwachsene Kinder und saniert ein uraltes Fachwerkhaus.

Sarah Ackerbauer: ehemalige Commons Sommerschul-Teilnehmerin. Sie glaubt an die heilende und stärkende Kraft des Kreises und des Gruppenprozesses. Sie ist überzeugt davon, dass ein Leben in nährender Verbindung mit sich selbst, den anderen und der lebendigen Vielfalt möglich und anstrebenswert ist. Um Transformation zu unterstützen, dienen ihr Elemente der Gewaltfreien Kommunikation, Theater- und Wildnispädagogik. Mit ihren 2 Kindern und ihrem Partner lebt sie auf einem Hof in Sachsen und übt sich dort in Gemüse-Selbstversorgung.

Burkhardt Kolbmüller: Kulturwissenschaftler, Regionalentwickler und Obstbauer. In der LEADER-Aktionsgruppe Rudolstadt-Saalfeld betreut er u.a. das Projekt "Resilientes Schwarzatal" der Internationalen Bauaustellung IBA Thüringen und die Streuobstinitiative Rudolstadt-Schwarzatal. Im Frühjahr und im Herbst verbringt er die meiste Zeit auf Streuobstwiesen bzw. in der Hofmosterei.