May 24, 2017, Wednesday, 143

StadtDorf-Vernetzung

Aus Commons Sommerschule

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Inhaltsverzeichnis

Was sind Netzwerke?

  • Es geht nicht um Stadt vs. Dorf, sondern um die Verbindung. Weg vom Endpunktgedanken hin zum relationalen, prozesshaften Verbindungsgedanke.
  • Es gibt kein entweder oder, es geht darum von beiden zu lernen und die Verbindung zu spüren (erfahren).
  • Bilder vom Spinnennetz und Fischernetz, haben gesehen, dass wir da in eine dritte Dimension gehen sollten. Bild des Gehirns mit Nervenzellen die sich bewegen und neu ausbilden, über Bild von der Permakultur mit der Relation zwischen den verschiedenen Pflanzen, bis hin zum Buddhismus wo es um das Bild der „Inter-Seins“ geht.
  • Verbindungen sind die Weltanschauung aus der heraus Gestaltung aktiviert werden kann. Nur die Knotenpunkte in einem Netzwerk zu sehen ist wird dem nicht gerecht.
  • Netzwerke bilden sich auf verschiedenen Ebenen ab, physisch und emotional. Verschiedene Ebenen müssen dabei verbunden werden.
  • Das Wissen um den Verbindungsgedanken ist die Quelle aus dem heraus die Bedürfnisse erfüllt werden können, dies kann zur Lösung der Stadt/Land Dichotomie führen
  • Kleinere Netzwerke können in größeren Netzwerken heraus gebildet werden. Polyzentrische Governance (Resilienz).---> Frage: Zusammenhang zwischen Polyzentrischer Governance und Resilienz unklar (Silke)

Warum wollen wir Netzwerke?

  • raus aus den hierarchischen Strukturen
  • Stadt als Ort der Produktion wie aus Geschichte gedacht ist veraltet. Es braucht neue Orte der Emanzipation. Netzwerke als Antwort

Was behindert Netzwerke und wofür brauchen wir Resilienz?

  • Die neoliberalen politischen Arrangements behindern den Netzwerkgedanken bzw. bremsen sie und arbeiten gegen sie (Gelddenken, kapitalistisches, konservatives Denken)
  • Machtstrukturen und hierarchische Strukturen, die durch Überregulierung Emanzipation und Kreativität unterdrücken. Resultat: Denkblockaden und Vorurteile verhindern das Denken bzw. Erkennen von Netzwerken. Gefühlsebene: fehlendes Selbstbewusstsein oder Unsicherheit durch fehlende physische Grundsicherheit, schlechte Erfahrungen, Mangel an Mut.
  • Unsicherheit, Angst Grundbedürfnisse nicht zu befriedigen, funktionierende feststehende Strukturen geben Sicherheit
  • Eigene Identität verschiedener Initiativen und Netzwerken, Netzwerke zusammenbringen um alle Bedürfnisse zu erfüllen, notwendig sich mit Wertehaltung auseinandersetzen, Gruppen entpolitisieren (das ist unklar). Es ist die Identität der Isolation, die verhindert die Verbindung zu anderen Organisationen nicht sehen. Z.B Silke H. Zitat: „Wir müssen die Hacker mit der Umweltbewegung zusammen bringen!“. – Orts- und Ich bezogenen Identität anstelle einer relationalen Identität. In Frageform gebracht: Mit wem bin ich? Wodurch bin ich? Zu Wem bin ich? (statt: Für wen bin ich?)
  • Spalte und Herrsche aus der antiken Sichtweise, ähnlich zu Teile und Herrsche
  • Wenn man den Blick geschärft hat, muss der Fokus auf viele verschiedenen Arten von Netzwerken gelegt werden, was bis dato nicht der Fall ist (Postmoderne Sichtweise, Emanzipatorisches Potenzial liegt darin (worin?) im Gegensatz zur Moderne)
  • Politische Vereinbarungen, die „Schein-Partizipation“ ermöglichen und eine netzwerkartige, weit tragend Struktur da behindern, wo sich die wertvollsten Möglichkeiten ergeben. Stichwort LA 21 und die tatsächliche Gestaltungskraft im neoliberalen governance System.
  • Denken in Punkten sehen, statisches vs. Prozess/Netzwerk/Relationen Denken
  • Geldlogik packt einen Schleier vor das Prozessdenken, auf das was dahinter passiert
  • Durch gut funktionierende Netzwerke der kapitalistisch orientierten Herrscher wird ein anderes Denken ver/behindert (siehe dazu den Vortrag von Wolfgang Höschele von der Sommerschule 2012: Netzwerke der Knappheit und der Fülle und wie sie aufeinander einwirken)
  • Physische Isolation von Stadt und Isolation von Dorf, historische Vorurteile
  • Duales Denken von Stadt und Dorf
  • Ein zu starkes 'Für wen bin ich?‘ Denken
  • Ort-und ich gebundenes Denken, Art der Beziehungen als Potenz, notwendig (unklar, warum ist ein Komma vor "notwendig", was genau ist notwendig) 

Aspekt der Resilienz als Grundlage für die Diskussion um neue Governance Strukturen:

Selbsterneuerung eines Netzwerkes. Es ist redundant, dezentral, passt sich an Gegebenheiten an.

  • Passt sehr gut in das Nachbarschaftsdenken.
  • Netze, in denen alle Bedürfnisse erfüllt werden können. Wenn man ein globales wirtschaftliches System hat, dauert es lange bis eine Rückmeldung (Feedback) kommt, ob es Fehler im System gibt. Ein Bsp. ist das Erdklima oder Ökosysteme, die auf Störungen reagieren. Um Funktionsverlust oder Systemzusammenbruch zu vermeiden, wird versucht das System neu zu organisieren, ohne dass es die wesentlichen Charakteristika verliert (z.B. durch Re-Organisation der Versorgung und allen was ihr zu Grunde liegt (weiter gedacht: von Ware zu Commons))
  • Keine starren Systeme, die Grundfunktionen bleiben erhalten durch die Fähigkeit sich in einem gewissen Ausmaß neu zu organisieren (Adaptation).
  • Resiliente Systeme sind modulare Systeme (z.B im Wald der teilweise abbrennt wird die Funktion des Waldes nicht eingeschränkt aber für gewisse Teile in Kauf genommen).
    Resiliente Netzwerke in Abgrenzung zu Denken in statischen Gleichgewichten (Klassische Ökonomie)
  • ‚There is no such thing as nature, there is multiple forms of nature to be understood as different forms of societal relations to nature.’ (Eric Swyngedouv)
  • Vielfältigkeit von Dingen anerkennen ist Grundlage von Resilienz (korrekt?).

Was braucht es um StadtDorf Netzwerke und Netzwerkdenken umzusetzen?

  • Einen veränderten Umgang mit Begrifflichkeiten. Prägung und Besetzung von Begriffen im Diskurs, damit die veränderte Netzwerkvorstellung in institutionelle Arrangements und Entscheidungen mit einfließen zu lassen, sodass kurzsichtige politische Entscheidungen nicht mehr möglich werden. (Resilizenz anstelle von Statischen Systemdenken, Relation im „Zwischen „ anstelle von topologischer Vorstellung
  • Netzwerkdenken als Netzwerkmöglichkeit zu sehen. Netzwerke Erlebbar, Fühlbar, Erfahrbar zu machen
  • Dezentralisierung als Grundvoraussetzung- Bildung für Netzwerkdenken
  • Es braucht eine Währung die nicht die Potenz an einem Ort oder Identiät ausdrückt sondern die Vielfalt bestehender Beziehungen.
  • Es wird nicht so sein, dass alles gleich verteilt sein wird. Wir müssen Dichte und wenige Dichte Regionen voraussetzen. Zusammenschlüsse können da helfen. Vielfalt regionaler Unterschiede kann bestehen bleiben.
  • Kernelemente Resilienz: Lokalität, Diversität und Pluralität. Querintegration.
  • Kommunikationsräume (plural aktiv und passiv) schaffen wo das möglich ist und die Menschen dazu zu bringen, dass sie kommunizieren.