February 16, 2019, Saturday, 46

Projekte der TeilnehmerInnen

Aus Commons Sommerschule

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Der Wissens- und Erfahrungspool der Sommerschule:
Projekte, in denen die TeilnehmerInnen der Sommerschule engagiert sind oder waren, oder in die sie auf andere Weise Einblick gewonnen haben, Kompetenzen, Methoden und Strategien, die für die Produktion und Pflege von Commons nützlich sind.

Projekte

Inhaltsverzeichnis

Ernährung

Foodkoop Krautkoopf, Graz (Brigitte Kratzwald)

Food Coop Nahrungskette Potsdam (Krister Volkmann)
"Die Food Coop Nahrungskette ist eine von mehreren Food Coops in Potsdam. Ca. 70 junge Menschen bestellen hier gemeinsam Bio-Lebensmittel, wenn möglich bei regionalen Erzeugern. Da wir die Waren selbst in Empfang nehmen, verteilen und abrechnen, erhalten wir die Lebensmittel zum günstigeren Einkaufspreis, müssen dafür aber alle 4-8 Wochen einen "Dienst" übernehmen. Die Bestellungen erfolgen über das Internet mit Hilfe eines Open-Source-Programms, das wir für unsere Bedürfnisse weiterentwickelt haben. Ca. 4 mal im Jahr treffen wir uns zu einer Versammlung, wo alle anstehenden Dinge beredet werden. Ursprünglich haben wir einen Keller beim "Haus der Natur" genutzt, sind jetzt aber im "freiLand", einem selbstverwalteten Kulturzentrum, beheimatet. Unser Food Coop-Raum wird inzwischen auch durch eine neu gegründete CSA-Gruppe (Community-supported agriculture) genutzt."

GartenCoop Freiburg (Philipp Walter), (Denis Neumüller)
"Wir, eine Initiative von GärtnerInnen, LandwirtInnen, KlimaaktivistInnen und Aktiven anderer sozialer Bewegungen verschiedenen Alters haben Anfang 2011 im Raum Freiburg eine Kooperative gegründet, die knapp 260 Mitglieder mit Lebensmitteln versorgt. Im Rahmen einer gemeinschaftlichen und solidarischen Ökonomie werden landwirtschaftliche Produkte, derzeit insbesondere Gemüse, ökologisch und klimabewusst angebaut und in Freiburg verteilt."

Hugenottengarten (Krister Volkmann) Öffentlicher Gemeinschaftsgarten der Französisch-Reformierten Gemeinde Potsdam
"Die Idee des Gartens ist es, ihn mit den Pflanzen anzulegen, die die hugenottischen Flüchtlinge vor 300 Jahren nach Brandenburg gebracht haben (also so etwas wie ein "interkultureller Garten"). Ergänzt wird dieses Konzept mit Pflanzen, die in der Bibel vorkommen und hier gedeihen, und generell mit Pflanzen, die die Gemeinschaft in der Gemeinde fördern und es uns ermöglichen, mit weniger Geld auszukommen, also: Gemüse und Gewürze für gemeinsame Mahlzeiten, Blumen zur Dekoration. Die größeren Arbeiten werden als Gemeinschaftsaktionen durchgeführt, in der Regel mit einem gemeinsamen Essen. Der Garten ist noch im Werden, doch schon jetzt wird der Garten im Sommer rege genutzt für gemütliches oder organisatorisches Zusammensein."

Kultur und Soziales

Spektral, Graz (Brigitte Kratzwald)
"Spektral ist ein Gemeinschaftsprojekt, das zur Vermittlung von Raum, Schaffensmöglichkeiten, Infrastruktur, Ideen, Wissen und Fähigkeiten dient. In erster Linie ist dieses Angebot Projekten und Individuen gewidmet, die aktiv sind oder aktiv werden wollen und sich in sozialen, kulturellen und künstlerischen Bereichen engagieren.
Ziel unseres gemeinsamen Projekts ist ein physischer und sozialer Freiraum, in dem sich Individuen frei von Zwängen entwickeln und entfalten können. Mit anderen Menschen in Austausch treten zu können, etwas Gemeinsames aufbauen – von der Idee bis hin zur Umsetzung: dafür wollen wir eine Basis bereitstellen. Die Vielfalt menschlicher Kreativität ist nahezu unbegrenzt, die persönlichen Mittel dafür sind im Alltag leider nicht immer vorhanden – Zeit, Wissen, Werkzeuge, Netzwerke. Wir zeigen eine gelebte Alternative, wie Menschen sich gegenseitig unterstützen können, um ihren persönlichen Zielen, Bedürfnissen und Wünschen ein Stück näher zu kommen. Die Plattform dafür wird in einem großen, gemeinsamen Prozess errichtet. Wir versuchen, es immer mehr Menschen zu ermöglichen, ihre schöpferischen Impulse freizulegen und umzusetzen."

Unperfekthaus Essen (Pouya Rismansanj)
Im Unperfekthaus bekommen Künstler & Gründer & Gruppen kostenlos Räume, Technik, Bühnen uvm.. Und mitten in diesem 4000qm großen Künstlerdorf treffen sich Privat- und Geschäftsleute zum Essen, für Seminare oder zu Besprechungen. Man feiert Geburtstage, Betriebsfeste, und wer will, kann sogar übernachten.

Wohnen und Arbeiten

Schloss Tempelhof (Hermann Wick)
"Zwanzig Menschen aus vielfältigen Gesellschafts- und Glaubensrichtungen haben drei Jahre lang intensiv an einer Vision vom gemeinsamen Leben gearbeitet und über eine ökologisch nachhaltige, sozial gerechte und sinnerfüllte menschliche Daseinsform nachgedacht. Mit dem Tempelhof wurde Anfang des Jahres 2010 das geeignete Objekt für die Umsetzung gefunden und die Projektgruppe erweiterte sich innerhalb kurzer Zeit auf eine Gemeinschaft von derzeit 65 Erwachsenen und 15 Kindern, die unsere Vision nun in die Wirklichkeit trägt."

Selbstorganisierte Unabhängige Siedlungsinitiative (Philipp Walter)
SUSI - die selbstorganisierte, unabhängige Siedlungsinitiative ist ein Projekt des Mietshäusersyndikats. Im Süden Freiburgs, am Fuße des Schönbergs, liegt das Gelände der ehemaligen Vaubankaserne. Mit dem Abzug der französischen Armee im Jahr 1992 wurden mit einem Schlag 38 Hektar innenstadtnahen Areals frei, bebaut mit Garagen, Mehrzweck- und Mannschaftsgebäuden, eine willkommene Chance in Zeiten drückender Wohnungsnot. Neben der Grundidee, preiswerten Wohnraum durch Erhalt und Umnutzung von bereits vorhandenem Gebäudebestand zu schaffen, entwickelte die Initiative auch weitergehende Vorstellungen, welche sich in folgende Teilziele auffächern lassen und teilweise in Satzung (S.U.S.I. e.V.) und Gesellschaftervertrag (S.U.S.I. GmbH) Eingang gefunden haben:

  1. Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum für geringer Verdienende
  2. Schaffung von Freiräumen und Lebensqualität
  3. Umweltschutz und Schaffung von baubiologisch gesundem Wohnraum
  4. Auflösung des traditionellen Machtverhältnisses Mieter / Vermieter
  5. Integration unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen
  6. Vereinigung von Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Lebensraum
  7. Schaffung von Arbeitsplätzen

Ökodorf-Gemeinschaft Sieben Linden (Pouya Rismansanj)
Das Ökodorf Sieben Linden ist ein zukunftsweisendes Gemeinschaftsprojekt, in dem ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltige Lebensstile verwirklicht und die Erfahrungen an Interessierte weitergegeben werden.

Land in Sicht, Steiermark (Brigitte Kratzwald)

"Wir wollen anders leben! FreundInnen, die weit weg wohnen; NachbarInnen, die wir nicht kennen und die kein Verständnis haben für die Bedürfnisse unserer Kinder; alleine mit einem Mindesteinkommen alt werden; immer mehr arbeiten für immer weniger Geld – so wollen wir nicht länger leben.

Indem wir unser eigenes Leben anders gestalten und durch das gesellschaftliche Engagement einzelner Mitglieder tun wir etwas gegen soziale Ungleichheit, Anonymität und Konkurrenz, gegen Profitgier, Leistungsdruck und Konsumwahn, gegen autoritäre Machtstrukturen und gegen den respektlosen Umgang mit unseren Bedürfnissen."

Bahnland (Krister Volkmann)
"Was treibt junge Leute dazu, ein Reisebüro zu betreiben, das ausschließlich Bahnfahrkarten verkauft? Keine Flüge, keine Pauschalreisen…

Ganz einfach: wir wollen nicht nur von Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Entschleunigung reden. Wir wollen etwas dafür tun und zeigen, dass es sich mental, aber am Ende auch materiell lohnt, auf dem Boden zu bleiben. Lieber eine Reise weniger tun, aber dafür umso intensiver die Veränderung der Landschaft spüren. Das Maß der CO2-Emission reduzieren, weil man so mehr Spaß am Leben hat. Natürlich sagen auch wir uns, dass es global gesehen nichts bringt, wenn in Europa ein paar Menschen etwas ressourcenschonender leben. Aber es geht uns neben aller Vorbildwirkung vor allem um ein gutes, ehrliches Lebensgefühl, dass wir erlangen, indem wir uns auf Weniges konzentrieren, indem wir weniger konsumieren…"

Potsdam per Pedales ( Krister Volkmann )
"Die Idee, Stadtführungen per Fahrrad zu organisieren, entstand vor etwa zehn Jahren an einem Tisch in der Mensa. Inzwischen ist aus uns ein erfolgreiches Team erfahrener Stadtführerinnen und Stadtführer geworden. Vielseitigkeit, Frische und Herzlichkeit sind unsere Markenzeichen - Kulturtourismus soll schließlich Spaß machen."

Natron&Soda (Birte Friebel)
Nicht-kommerzielle Nähcommunity: "Wir sammeln hier unkomplizierte Nähanleitungen und Schnittmuster für alternative Mode, Accessoires und Lieblingsstücke. Dazu Tipps, Tricks, Hilfestellungen und Grundwissen auch und gerade für Näheinsteiger. Weitere Ideen, Projekte, Unterstützung und Communityfeeling gibt's außerdem im Forum."

Wissen und Digitales

Freifunk Jena (Martin Michel)
"Wäre es nicht fantastisch wenn sich alle Menschen kostenlos miteinander vernetzen könnten? Keine monatlichen Kosten. Keine Regulierung. Für jeden zugänglich. Freifunk ermöglicht dies. Hier kann sich Jede(r) mit Jedem vernetzen. Es lebt vom mitmachen. Mit jedem, der hinzukommt wächst das Netz und ermöglicht so eine größere Reichweite und vernetzt so noch mehr Menschen."

Futurzwei (Stefan Tuschen)
"Wenn Sie FUTURZWEI besuchen möchten, müssen Sie sich verpflichten, mindestens eine der Geschichten, die Ihnen begegnen werden, weiterzuerzählen. Reine Konsumhaltung ist nicht."

Open Source Ecology (Hermann Wick)
"Open Source Ecology (OSE) ist ein Netzwerk von Bauern, Ingenieuren und anderen Unterstützern, die Landmaschinen herstellen, die den Bedingungen freier Hardware entsprechen. Das von OSE hergestellte Global Village Construction Set (GVCS) soll es erlauben, in Modulbauweise 50 verschiedene Landgeräte herzustellen. Mehrere Gruppen quer durch die USA entwickeln Baupläne. Die Geräte selbst werden auf der Factor e Farm im ländlichen Missouri gebaut und getestet."
Weitere Informationen: Wikipedia OSE, OSE Germany

Forest Ecology and Management (Philipp Walter)
Masterstudiengang an der Universität Freiburg. The MSc course in Forest Ecology and Management (FEM) focuses on the sustainable management of natural resources, with a particular focus on forested landscapes. In a world, where both the environmental conditions as well as the aspirations of society for itself and future generations are highly dynamic, our environment cannot be managed according to fixed recipes. Adaptive management, a fundamental concept of ecosystem management, addresses this uncertainty, and is providing the framework for the content of this MSc course.

Wirtschaft der Lebensfülle (Wolfgang Höschele)

Dropping Knowledge (Pouya Rismansanj)

Jenapolis (Martin Michel)

"Jenapolis ist das Kommunikations- und Bürgerportal für die Stadt Jena und Thüringen. Jenapolis verfolgt in seiner Arbeit den Ansatz der Zusammenarbeit und Kooperation durch Kommunikation und Transparenz. Das Portal wird von Journalisten und Bürgern gleichsam betreut. Somit werden Nachrichten wieder zu einem Dienst der Gemeinschaft."

Transitioninitiativen

Transition-Initiative Graz (Brigitte Kratzwald)

Transition Town Freiburg (Denis Neumüller)

Transition Town Gruppe Urbanes Gärtnern (Malena Lutz)

Transition Town Darmstadt (Pouya Rismansanj)

Umwelt und Entwicklung

Aktionsladen "Eine Welt" (Krister Volkmann)
"Ein Weltladen, gegründet in der Wendezeit 1989, mit starker Selbstorganisation, wo jedeR sich kümmert, wie es ihr/ihm möglich ist. Wir haben Mo-Fr jeweils nachmittag geöffnet, für jeden Tag ist ein Team aus ca. 2 Personen zuständig. Einmal im Monat treffen wir uns zum "Ladenabend", um gemeinsame Anliegen zu besprechen. Neben dem Verkauf machen wir auch Bildungsarbeit, z.B. in Schulen, mit dem Filmfestival "filmfairgnügen" und in Kooperation mit den "Konsumkritischen Stadtrundgängen" der BUNDjugend, wo wir eine der Schlusstationen sind. Der Weltladen ist auch ein Treffpunkt und eine Art Informationsbörse. So manche Potsdamer Initiative wurde in unserem Aktionsladen "geboren"."

Rio+20 (Stefan Tuschen)
"Der "Rio+20"-Gipfel (UNCSD 2012) findet vom 20. bis 22. Juni 2012 statt. 20 Jahre nach dem Erdgipfel, der 1992 ebenfalls in Rio stattfand, nimmt die Weltgemeinschaft einen neuen Anlauf für eine global nachhaltige Entwicklung." [Anmerkung 13.08.2014: Den Rio-Blog (link der Überschrift) gibt's wohl nicht mehr.. eigene Einträge müssten aber in meinem Blog noch zu finden sein]

Methoden und Strategien

Dialogprojekt (Reinald Döbel)
"Der Dialog, den wir meinen, ist ein modernes, an David Bohm und Martin Buber angelehntes Kommunikationsverfahren, in dem es weder um Überzeugen, Rechthaben, Gewinnen geht, noch um rhetorische Brillanz, Eindruck schinden oder Schnelligkeit, sondern um die "Kunst gemeinsamen Denkens". Wenn wir alte Muster des Denkens, des Sprechens und Hörens loslassen, kann Raum entstehen für tieferes Verstehen, wenn wir auf Status und Erscheinung verzichten, können neue Gedanken auftauchen."

Gewaltfreie Kommunikation (Reinald Döbel)
"Wir leben in dem Bewusstsein, dass wir mit allen Lebewesen verbunden sind. Wir handeln danach, indem wir uns und anderen mitfühlend begegnen. Dadurch gestalten wir eine Welt, die dem Leben dient und in der die Bedürfnisse aller Lebewesen erkannt und genährt werden."

Systemisches Konsensieren (Hermann Wick)
"Das Systemische Konsensieren ist ein konsensnahes Entscheidungsverfahren. Eine Gruppe ermittelt aus einer Reihe selbst entwickelter Lösungsvorschläge jenen Vorschlag, der in der Gruppe die geringste Ablehnung erfährt. Diese Form der Entscheidungsfindung – von den Beteiligten nicht die Zustimmung zu einem Vorschlag zu erfragen, sondern das Ausmaß des Widerstands – ermöglicht ein Ergebnis, das einem Konsens am nächsten kommt. Denn es wird für jede einzelne Lösung das Ausmaß des gesamten Widerstands der Gruppe ermittelt."
Zur praktischen Umsetzung siehe auch: SK-Prinzip und Online Konsensieren

Dragon Dreaming (Pouya Rismansanj)

Jena im Wandel (Martin Michel)

Jena im Wandel ist eine dezentrale Projekt-Plattform für bewussten gesellschaftlichen Wandel in Jena und der Region.