February 15, 2019, Friday, 45

Open Source Ecology

Aus Commons Sommerschule

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Projekte

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Ziel des Projektes

Landwirte, Ingenieure, Techniker wollen gemeinsam ein Dorf aufbauen, spezifische Maschinen und Techniken entwickeln, die anderen Kriterien entsprechen als industriell erzeugte Maschinen für industrielle Landwirtschaft, um resiliente Gemeinden zu gründen. Die Baupläne sollen dann frei zur Verfügung gestellt werden.

  • Es sind insgesamt 50 verschiedene Maschinen, aus verschiedenen Modulen zusammengesetzt werden können, die notwendig sind, um autark zu sein.

Allgemeines

  • OSE = Open source ecology
  • Konkrete Aktivitäten gibt es bisher nur in den USA. Prototypen sollten bis Ende 2012 fertig sein, bisher gibt es aber erst 4 oder 5 fertige Maschinen.
  • In Deutschland ist alles erst in der Anfangsphase, alles noch sehr vage, um auch Geld bekommen zu können, soll ein Verein gegründet werden. Auch in Spanien und Italien gibt es eine Gruppen.

Motivation:

  • Suche nach einer Kommune, die nicht technikfeindlich ist – wie kann man gemeinschaftliches Leben auf den heutigen Stand der Technik gestalten?
  • Open source Gedanke, weg von der Marktwirtschaft. Das Wissen das notwendig ist, technisches Wissen und Anwenderwissen, soll nicht als Herrschaftswissen geheim gehalten werden, sondern geteilt werden.
  • Lust, mitzuarbeiten an der Entstehung solcher Baupläne, aber auch um resiliente Gemeinschaft zu ermöglichen.
  • Es soll Dorf in Deutschland aufgebaut werden, auf längere Sicht möglichst viele Gemeinschaften, die sich gegenseitig unterstützen.
  • Bedürfnisbefriedigung
  • Hilfestellung für Menschen, die in solchen Gemeinschaften leben wollen – Baupläne, Knowhow open source zur Verfügung stellen. Kurse anbieten, auch die eigenen Bedürfnisse nach sinnvoller Tätigkeit.

Organisationsweise:

Steht noch nicht fest, bisher gab es in Deutschland nur ein Treffen von 5 Personen in Berlin, Vereinsgründung ist geplant. Noch gibt es keine Überlegungen wer mitmachen kann und wie. Bisher nur Männer, auch sexistische Äußerungen im Netz werden nicht kritisiert. Kommunikation via Internet, eher chaotisch. Es gibt noch keine Regeln, aber die Vorstellung, dass Entscheidungen im Konsens getroffen werden sollen, nach dem Vorbild der Piraten, permanente Vereinssitzung durch liquid democracy, offene Mitgliederversammlung.

Kritik:

  • bisher scheint es fraglich, ob die gestellten Ziele auf diese Art erreicht werden können. Es fehlt Kommunikation, vom allem mit Nutzern, bisher nur Technikfreaks. Unpolitisch. Alle sind sehr technikaffin, es entsteht eine Art „Geheimsprache“, was in Hinblick auf Open Source, aber auch für die Kommunikation mit den Nutzern problematisch ist.
  • Auch ob es genau diese 50 Maschinen sein müssen, ist diskussionwürdig. Darunter ist z.B. auch Wikispeed – ein „open source Rennauto“ – was wir problematisch finden.
  • In den USA gibt es hierarchische Strukturen und auch die Tendenz für den Markt zu produzieren.


Diskussion:

  • Sympathisch, dass keine politische Bewegung, könnte mehr Verlässlichkeit bieten. Es ist grundsätzlich zu befürworten, wenn sich Menschen nur aus eigenem Interesse, ohne ethische Begründung zusammenschließen
  • In Hinblick auf zu erwartende Einhegungen kann es auch gefährlich sein, unpolitisch zu sein.
  • wäre nicht der umgekehrte Ansatz besseer, wenn die Initiative von Menschen, die Gemeinschaft leben ausgeht und sie dann dort andocken?
  • Warum sind wenige Frauen in OSE engagiert?
  • Welche Bedürfnisse werden befriedigt? Wessen Bedürfnisse werden befriedigt?


Anwendung der Design Principles von Elinor Ostrom

folgt noch