December 16, 2018, Sunday, 349

29. Juni

Aus Commons Sommerschule

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Dokumentation 2012

Inhaltsverzeichnis

Strategiedebatten - Wie geht es weiter?

Wichtig bei aller Dringlichkeit: Wir müssen schnell die Commons Debatte voran bringen, aber nicht schnell Commons Projekte über den Zaun brechen - Commons brauchen Zeit!

Praktisch

Wie soll sich die Verbreitung der Idee gestalten?

  • Sommerschulen,
  • Internetplattform,
  • Koordination?,
  • FAQs breit streuen
  • Gemeinsame Vision?
  • Schwachstellen in Systemen (Medien, Politik/Parteien, Wirtschaft) identifizieren und konstruktiv stören / hacken
  • Die konkreten Projekte, die es derzeit gibt, die aber innerhalb des Kapitalismus verdeckt sind, müssen sich bewusst werden, was sie eigentlich tun; Außenstehende sehen, was Commons sind – in die G. rein gehen und Commons sichtbar machen
    • Strategie intern: aufpassen, dass wir nicht von außen “infiltrieren” → Projektionsgefahr; besser: den theoretischen Diskurs innerhalb der praktischen Projekte streuen
  • Inputs in unsere eigenen konkrete Projekte geben
  • Situationsanalyse innerhalb der alternativen Szene: wer ist kapitalismuskritisch unterwegs und will evtl. einen Lösungsansatz? Mit wem gehen wir (antikapitalistische) Bündnisse ein? - Mit Inputs hinein geht und die Debatte einbringen? Analyse, wo stehen einzelne Bewegungen; gerade und wo könnte angedockt werden? (vgl. School of commoning in GB → sind in die Occupy Bewegung gegangen) ; z.B. Attac, Occupy Bewegung, Transition Towns?
  • Grundsätzliche Frage: Bauen wir grasroot-mäßig eine Gegenbewegung auf oder versuchen wir das politische System zu verändern und die Rahmenbedingungen zu schaffen?
  • Netzwerk schaffen, in dem es darum geht, materielle und immaterielle Bausteine zu entwickeln oder erweitern, um die Idee voran zu treiben und Leuten zu befähigen, Commons-Projekte voran zu treiben (Videos von Vorträgen, Principles, Hinweise: wo bekomme ich Unterstützung zum Aufbau von Commons-Projekten)
  • Strategie-Ziele: Mehr Commons Projekte, die guten Projekte sollen sich ausweiten und es sollen noch mehr Leute von Common überzeugt zu werden;
    • Bild: wir sind auf der Insel; Dämme bauen um Zeit zu gewinnen (Abwehr gegen Enclosures und Finanzialsierung) → wir halten damit das alte System fern ABER wir bauen auch neue Schiffe, um in die neue Welt zu segeln
  • Wie kann das Konzept vor Kooption “geschützt” werden? Oder ist es ein natürlicher Prozess durch den wir gehen, wenn wir die Ideen im Mainstream verankern wollen
  • Theoretischer Diskurs läuft in Deutschland (akademisch); es braucht die konkreten Projekte, um sie zu verbreiten (sich selbst so zu dokumentieren, dass sie sich reproduzieren lassen!) - bislang ansprechende Plattformen für konkrete Arbeit noch nicht vorhanden; Open Source Commoning (wiki, etc) wäre sinnvoll; "Commonopolis"
  • Commoning denkbar für die G. machen → dafür sind Vorträge gut; Denkanstöße
  • Wie geht es über die Grassroot-Bewegung hinaus, so dass Commons in anderen Thinktanks, Stiftungen und Iniativen diskutiert werden, die in den Meanstream strahlen → zitierfähig, Meinungsbildend ??
  • In dem kapitalistischen Wertesystem wird erwartet, dass Projekte schnell effizient. Commons brauchen Zeit!
  • Vivir bien-Plattform: Eine Art Karte mit eigentragenen alternativen Projekten (dtsch./englisch) → einige Commons Projekte gemappt;
  • Interessant wäre die Ergänzung um digitale Commons
  • beachten: Gut bedienbare Plattform ist wichtig (einfache Bedienung!) – könnte Kriterium sein, auch NICHT an anderen Plattformen zu partizipieren, sondern eigene schaffen
  • im Globalen Süden schauen, wie Commoning betrieben wird - wir sind Reproduzierende
  • Ringvorlesungen an den eigenen Universitäten organisieren; Thema in Seminaren etablieren; generell mehr Vorträge etablieren


  • Frage: → wie erwerben wir Kompetenzen, selbst die Commons-Denkweise zu vermitteln?
    • Bild: Bei den Menschen, die Sehnsucht nach der Ferne zu wecken und nicht Handlungsanweisungen predigen, wie sie Boote zu bauen haben!
      • Präsentation entwickeln: Beispielprojekte exemplarisch attraktiv machen (Sehnsucht); gleichzeitg Möglichkeit vermitteln (Beispiele)
      • Schulung: Uns selbst fit machen für Präsentationen; wie können wir Präsentationen machen – gemeinsame Erarbeitung von Inputs – peer to peer Projekten


Wie organisieren wir uns intern?

  • Mailingliste;
  • auf den einschägigen Blogs herumdiskutieren und die Diskurse mitzugesalten durch Teilhabe an Diskussionen;
  • Gemeingüter-Blog Artikel etablieren;
  • in die Debatte einklinken


  • UNFUG TUN !!!! Zäune umwerfen!!!!! Anonyme Drohgedichte!!!! Ballspielen!!!! (vgl. Peter Linebaugh)



Theoretisch

  • Wie sind wir aufgestellt, wer könnten Partner sein, wen brauchen wir auch, was sind windows of opportunity?
  • Grünen:
  • ESM
  • wer sind die intelligenten, diskursbestimmenden konservativen Köpfe?
  • Lobbying! Auch über Stiftungen.
  • solidarische Ökonomie: Warenkritik! Foren...
  • Kirchen
  • Genossenschaftsdachverband
  • Transition town
  • Kooptation? Finanzialisierungskritik
  • Internationalisierung?
  • Wie mit realen Problemen umgehen? - politische Bewegung oder


  • Zu Commoners passt: Positives Herangehen, nicht bloßes Reagieren.
  • Es gibt viele Themen, die eigentlich unsere sind, zu denen wir was sagen wollen / müssen. Wie können wir uns artikulationsfähig machen? Wir müssen uns intern Räume schaffen um solche Themen diskutieren und dazu Standpunkte entwickeln zu können?
  • Wir müssen zeigen, dass wir den Plan haben. Wir müssen das auch leben und die Art des Lebens vermitteln.
  • Zu überzeugende Menschen müssen ahnen, dass wir Recht haben, dann kommen sie von selbst. Viele Menschen sind auch auf der Suche.
  • Multiplikatorenworkshop: Was ist besonders an uns? Wo ist der unantastbare Kern?
  • Wenn wir gute Arbeit machen, überzeugend sind, dann brauchen wir hauptsächlich Multiplikatoren, müssen mehr werden.
  • Sind wir eine Bewegung? Kann man uns ernst nehmen? Warum muss man uns ernst nehmen?
  • Re:publika nutzt Commons-Begriff nicht. Ist es strategisch sinnvoll die anzuzapfen?
  • Ist die Commons-Bewegung eine vielfältige Meta-Bewegung oder ist es eine sich vereinende Bewegung?
  • Netzgruppen, creative commons Szene sind zum Teil relativ unpolitisch. Die Frage: Was ist das uns eigene? Wird dort nicht groß gestellt. Frage: wollen wir da rein?
  • Wenn wir uns Bündnispartner suchen und diese den Commons Begriff aufgreifen. müssen wir aktiv in die Diskurse innerhalb rein und beobachten und reagieren: “Was passiert mit unserem Begriff”?
  • Die Sprache bei der Multiplikation an die jeweiligen Adressaten anpassen
  • Was müssen wir gemeinsam produzieren, um es benutzen zu können?
  • Welche Orte müssen wir für uns unbedingt schaffen?
  • Koordinationsebene (virtuell, nicht virtuell ) um Dauerhaft zu koordinieren (Kongress)
  • Raum um zu disktutieren, was wir konkrete politische Veränderungen (bsp. Copy left) brauchen
  • Unterschule NRW
  • Commons Stammtische als Meta-Reflexionsraum eröffnen
  • PartnerInnen/ Netzwerke/ Szenen? Wo haben wir Lust, reinzugehen und die Idee hineinzutragen?
  • Rosa Luxemburg Stiftung (Hannes)
  • weiter Böll-Stiftung (Heike)
  • wachstumskritisches Netzwerk, kritische Psycho, Transition Towns (Denis)
  • Commons Stammtisch in Freiburg (Denis)
  • über-Stiftungsnetzwerk auf der persönlichen Ebene initiieren (Heike, Stefan)
  • brauchen alle großen Stiftungen (wie ansprechen, mitnehmen? - anders können wir z.b. Großen Kongress nicht finanzieren und organisieren)
  • auf lokaler Ebene verwurzeln (Krister, Georg)
  • Studienwerk der Böll Stiftung (StipendiatInnen-AGs); Kritischer Konsum in der verbandlichen Jugendarbeit / Gepa-GesellschafterInnen (Claudi)
  • Wir brauchen einen zentralen Anlaufpunkt: Adresse, Ansprechadresse, Spendenkonto etc. (Bsp. Attac, Stiftung), kann auch Plattform im Netz sein (Stefan)
  • Für Commons-Konferenz (wie solidarische Ökonomiekonferenz) brauchen wir Organisationunterstützung (RLS, FES, HBS, Bundeszentrale für politische Bildung, attac). Wir müssen das vor allem thematisch selbst organisieren, dafür brauchen wir vielleicht auch bezahlte Stellen. Muss NUR „Commons“ drüber stehen (eigenständiger Begriff) (Stefan)
  • 22.-24. mai internationale Commons-Konferenz in der Böll-Stiftung; dazu braucht es ergänzend einen

mega großen offenen Commons-Kongress – mit Zugang für alle Interessierten; mit tollen internationalen RednerInnen; nicht nur über Theorie – sondern tolles gemeinsames Erlebnis (Camp Charakter) → gemeinsame Geschichte schaffen; Versuch zeitnah zu platzieren und die RednerInnen auch auf dem großen Kongress haben; über dem Kongress steht nur COMMONS

  • Genauer analysieren, wie wir selbst zu Commons gekommen sind und das als Grundlage nutzen, um darauf neue Strategien entwickeln – mentale Zugänge erodieren


Ernteplenum

Vortrag GELD (Uli): "Jetzt haben wir Peak Oil, vielleicht haben wir bald Peak Money?"

Diskussion RIVALITÄT:

  • Unterscheidung zwischen teilbaren und nicht-teilbaren Gütern war nicht herauszuhören

Diskussion COMMONS UND BILDUNG:

  • Anregung: Sommerschule für Lehrer, Sommerschule für Kinder/Jugendliche? Bildungspraktika
  • Ziel: Bildung als Commoning

Diskussion COMMONS UND STAAT:

  • Frage: "Was braucht ihr?" hilft manchmal nicht weiter, Gefahr in die Geldlogik zu rutschen
  • Besser: "Was habt ihr und was könnt ihr damit machen?"
  • FAQ: Was ist der Unterschied zwischen einem commons-based Ansatz und Partizipation? ==> nächste Sommerschule beantworten?

Diskussion COMMONS UND ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT:

  • Anregung aus der Open Hardware Debatte: Patente eignen sich nicht für Commoners, da Patenrecherche unheimlich teuer, aufwändig ==> Kann nur von großen Konzernen betrieben werden.
  • OSH-Strategie: Schnelles Veröffentlichen von neuen Ideen, umfangreiche Dokumentation, Datenbanken, Vernetztes Wissen,....

Vortrag COMMONS UND KOMMUNISMUS (Stefan)

  • Commons sind ein weiterer Versuch, Emanzipation zu erreichen, nur von der Herangehensweise her anders
  • Commons: Was machen wir mit Ressourcen, wie machen wir das, was brauchen wir? Realpolitik: Wer hat die Macht?
  • Es gibt nicht DIE kommunistische Theorie, und muss aus der Geschichte heraus betrachtet werden; Commons müssen sich aber immer wieder auf die heutige Zeit beziehen, und können sich dafür bei anderen Theorien bedienen
  • Wichtig in Diskussionen: Was konkret meinst du? Nicht: Kommunismus grundsätzlich ist gut oder schlecht, sondern konkrete Beispiele im Dialog erörtern (Bsp Bedürfnisse)